Hallo Herr Brenner,
Beim Stöbern im Net bin ich auf Ihre Seite gestoßen. Ich habe selbst eine kurze Zeit in unmittelbarer Nähe der Burg Uda gewohnt. Es war sehr schön. Aber recht bald ich umgezogen, weil – bitte nicht lachen – es im Umfeld der Burg Gespenster gibt.
In vielen Nächten habe ich und meine Familie so was wie Schattenwesen gesehen, die je nach Laune das taten was wir allgemein wohl als Spuken bezeichnen: Sie rasselten mit Ketten, ließen Gegenstände in der Wohnung bewegen und waren stets von einem Feuerschein umgeben.
Ich habe ein wenig nachgeforscht und in alten Unterlagen des Bistums gesehen, das im 17. Jahrhundert auf dem Gelände der Burg eine Kapelle gestanden haben soll. In ihr wurden mehrere Hexen-Prozesse geführt. Die als Frauen verurteilten Hexen wurden im Wald rund um die Burg verscharrt. Diese unglücklichen Seelen, die auf eine richtige Bestattung warten, sollen rund um die Burg Uda spuken und dazu Nachts ihr eigenes „Gespensterfeuer“ entzünden.
Dieses Phänomen ist älteren Geistlichen, die in Grefrath und Viersen ihren Dienst taten, wohl bekannt, wird aber von heutigen Pfarrern als Unsinn verdrängt. Vor knapp 20 Jahren ist in einem Oedter Heimatbrief von einem Dekan Otto Reichenbach ein Artikel erschienen, der sich mit den Hexenverfolgungen auf der Burg beschäftigte. Vielleicht sind diese Angaben ja für sie interessant.
Viele Grüße aus Bonn
Ludger O.